Über mich · Arbeitsweise

Wie ich arbeite

"Integrativ" ist schnell gesagt und leicht zur Floskel gemacht. Deshalb hier im Detail, welche Ansätze meine Arbeit prägen, was davon Teil meiner laufenden Ausbildung ist und welche Einflüsse ich aus fundierter Erfahrung heraus einbeziehe.


In laufender, anerkannter Weiterbildung

Analytische Gestalttherapie

Die Gestalttherapie interessiert sich dafür, was im gegenwärtigen Moment zwischen uns geschieht, wie du sprichst, wo du innehältst, was im Kontakt sichtbar wird, das sich in Worten allein nicht zeigt. Der analytische Zweig ergänzt dies um ein Verständnis für frühe Prägungen und wiederkehrende Beziehungsmuster. In der Praxis bedeutet das: Wir schauen nicht nur auf den Inhalt dessen, was du erzählst, sondern auch auf die Art, wie du es erzählst, und was das über dein inneres Erleben verrät.

Somatic Experiencing (nach Peter Levine)

Somatic Experiencing geht davon aus, dass Trauma nicht nur ein psychisches, sondern ein körperliches Geschehen ist, eine Überforderung des Nervensystems, die sich in Anspannung, Übererregung oder Erstarrung zeigt. Statt belastende Erlebnisse sofort im Detail zu erzählen, arbeiten wir behutsam mit dem, was der Körper gerade zulässt, um das Nervensystem schrittweise zu regulieren, statt es erneut zu überfluten.

Weitere Einflüsse in meiner integrativen Arbeit

Aus Fachliteratur, Fortbildungen und praktischer Erfahrung beziehe ich zusätzlich Elemente aus folgenden Ansätzen gezielt in meine Arbeit ein:

Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers

Die von Rogers geprägte Haltung aus Empathie, Kongruenz und bedingungsloser Wertschätzung ist für mich weniger eine Technik als eine Grundhaltung: Sie bildet das Fundament, auf dem alle anderen Methoden erst wirken können. Ohne einen Raum, in dem du dich unbewertet fühlst, hilft die genaueste Methode wenig.

Internal Family Systems (IFS) nach Richard C. Schwartz

IFS geht davon aus, dass innere Anteile, etwa ein strenger innerer Kritiker oder ein schutzsuchender, vermeidender Anteil, jeweils eine eigene, ursprünglich sinnvolle Funktion erfüllen. Ich nutze dieses Modell, um innere Konflikte weniger als Kampf gegen dich selbst und mehr als ein Gespräch zwischen verschiedenen, verständlichen Seiten in dir zu verstehen.

NARM nach Laurence Heller

NARM richtet sich speziell an Entwicklungstrauma, an Prägungen, die nicht aus einem einzelnen Ereignis, sondern aus wiederkehrenden frühen Beziehungserfahrungen entstanden sind (etwa rund um Verbindung, Autonomie oder Selbstwert). Elemente aus NARM setze ich dort ein, wo sich Themen wie chronische Selbstzweifel oder Beziehungsmuster über die reine Gegenwartsarbeit hinaus erklären lassen.

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR)

Aus der MBSR-Tradition nutze ich vor allem praktische Übungen zur Selbstregulation, kurze, alltagstaugliche Achtsamkeitsübungen, die dir helfen können, zwischen den Sitzungen mit Stress, Grübeln oder Übererregung umzugehen.

Status & rechtlicher Rahmen

Meine berufliche Grundlage

Ich arbeite derzeit als psychologischer Berater und Coach, auf ressourcenorientierter, nicht heilkundlicher Grundlage. Das bedeutet konkret: Ich diagnostiziere und behandle keine psychischen Erkrankungen im heilkundlichen Sinne, sondern begleite dich beratend und coachend bei den Anliegen, die du mitbringst.

Ich befinde mich derzeit im Zulassungsverfahren zum Heilpraktiker für Psychotherapie; die amtsärztliche Überprüfung absolviere ich im Oktober/November 2026. Sobald die Zulassung erteilt ist, wird das hier transparent aktualisiert. Zeigen sich im Verlauf unserer Zusammenarbeit Hinweise auf eine psychische Erkrankung oder eine körperliche Ursache, verweise ich dich an entsprechende Fachärzt:innen oder approbierte Psychotherapeut:innen, als selbstverständlichen Teil einer guten Begleitung.

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